Werde Herr deiner Finanzen: Teil 2: Finde deine Geldfresser

Im zweiten Teil der Step-by-Step-Reihe: Einstieg – Werde Herr deiner Finanzen geht es um das Thema Finde deine Geldfresser. Auch wird dir gezeigt, wie du diese vernichtest.

Einstieg: Werde Herr deiner Finanzen


Dieser Beitrag ist Teil eines Step-by-Step-Tutorials. Folgende Beitrage zur ersten Tutorial-Reihe Einstieg – Werde Herr deiner Finanzen sind dazu auf Investkinx unter der Rubik kinx.tutorials veröffentlicht:


 

Eine gute Unterstützung zum Beitrag bietet dir dazu das im ersten Teil aufgeführte und zum download angebotene Haushaltsbuch von Investkinx. Solltest du deine finanziellen Zu- und Abflüsse immer noch nicht schriftlich fixieren, solltest du spätestens jetzt damit anfangen.

Was sind eigentlich Geldfresser und wie findest du diese?

Als Geldfresser sehe ich alle Positionen, die unregelmäßig aber wiederkehrend höhere Kosten verursachen.

Um diese aber überhaupt finden zu können, benötigst du einen Überblick, woher dein Geld eigentlich kommt und wohin es fließt. Wenn du erst einmal eine Regelmäßigkeit bei deiner Buchführung erreicht hast, dann sollte es aber ein Leichtes sein, die wichtigen und unwichtigen Geldflüsse zu unterscheiden.

Schaffst du deine Geldfresser zu reduzieren oder gänzlich auszulöschen, dann schaffst du eine erhebliche Steigerung deiner Sparrate! Und das ist das Ziel mit diesem Beitrag.

 

Sieh Hobbys nicht als Geldfresser

Hobbys dürfen in deiner Freizeit natürlich nicht fehlen, denn sie sind für uns von unschätzbarem Wert. Sie helfen uns, den sonst so stressigen Alltag zu vergessen oder neue Kraft zu tanken. Somit sollten Hobbys einen festen Platz in unserem Leben einnehmen.

Zudem fördern sie die eigenen Fähigkeiten sowie Talente und tragen damit im Wesentlichen zur Persönlichkeitsentwicklung bei.

Meine Empfehlung ist es, die Anzahl deiner Hobbys auf ein bis drei unterschiedliche Aktivitäten zu beschränken. So kannst du deine freie Zeit optimal dafür ein teilen, ohne Abstriche machen zu müssen. Darüber hinaus können Hobbys einen nicht zu unterschätzenden Kostenfaktor darstellen.

Wenn du diese Punkte beachtest, sind Hobbys nicht als Geldfresser zu sehen.

 

Weitere Kostenpunkte, welche keine Geldfresser darstellen

Weiterhin kann es im Laufe des Jahres hin und wieder vorkommen, dass einige Monate in deiner Buchhaltung besonders stark hervorstechen. Nicht jeder verläuft gleich.

Zum Beispiel fallen Wohnungsumzüge, Urlaubsreisen, größere Reparaturen am Fahrzeug, Haus oder Wohnung nur im betreffenden Monat ins Gewicht. Diese Ereignisse umfassen keine regelmäßigen Aussagen und sollten ebenfalls nicht als Geldfresser gesehen werden, sofern sie nicht durch eine Sucht deinerseits regelmäßig auftreten.

Wirkliche Geldfresser

Dein Fokus sollte also eher auf folgende Posten gerichtet sein:

  • Ein hoher Alkohol- oder Tabakkonsum,
  • Regelmäßige Restaurant-Besuche,
  • Überteuerte Geschenke. Selbstgebastelt besitzt oft einen größeren Wert.
  • Unnötige oder falsche Versicherungen,
  • Telefonverträge,
  • Diverse Abonnements,
  • Lotterie Tickets,
  • Unnütze Kleidung
  • Kosten für Transport (Spritkosten, Taxi, etc.). Nimm doch mal das Fahrrad oder deine Füße.

 

Wie erkenne ich Geldfresser?

Am besten du legst dir nun etwas zu schreiben bereit und notierst dir während du weiterliest deine eigenen Geldfresser. Vergiss nicht: Ehrlichkeit sollte oberste Priorität haben.

Es ist keine Schande eigene Geldfresser zu finden. Je mehr du findest, desto größer ist später dein Sparpotenzial. Also fang jetzt damit an.

Wie du deine ganz persönlichen Geldfresser findest?

Wie schon zu Beginn des Beitrags erwähnt, heißt das Zauberwort Haushaltsbuch. Warum du ein Haushaltsbuch führen solltest erfährst du im ersten Teil der Step-by-Step Reihe.

Mithilfe eines Haushaltsbuches können höhere Kosten leicht identifiziert werden. Dabei kann dir eine Einteilung des Haushaltsbuches in verschiedene Cluster weiterhelfen. So lassen sich alle Kosten zum Haushalt, Transport oder Hobby leichter zusammenfassen.

Tipp: Priorisiere alle Cluster nach deiner eigenen persönlichen Wichtigkeit. Vergib dafür Noten von 1 (sehr wichtig) bis 5 (unwichtig).

Spätestens an dieser Stelle solltest du deine Geldfresser gefunden haben. Ansonsten nimm dir noch ein paar Minuten Zeit, bevor du weiterließt.

 

Wie vermeide ich Geldfresser?

Sofortiges Einstellen

Hast du deine Liste aufgestellt, heißt es nun deine Geldfresser systematisch zu vernichten. Schaue dir deine Geldfresser nochmal genau an und nummeriere alle.

Der Posten, der dir besonders negativ ins Auge fällt, bekommt die 1. Andere Kostenstellen die nur geringfügig ins Gewicht fallen oder für dich weniger von Bedeutung sind, werden ans Ende der Liste gestellt. Auch hier gilt, eine ernste Einschätzung vorzunehmen.

Anschließend erfolgt der nächste Schritt und damit die Beantwortung der Frage, wie du eigentlich deine Geldfresser vermeiden kannst?

Stelle die Ausgaben für deine Geldfresser sofort ein!.

Die Antwort klingt so einfach und dennoch ist sie für viele schwer umzusetzen. Sich Etwas vor zu nehmen, reicht meist leider nicht aus. Besonders dann nicht, wenn sich diese Posten als regelmäßige Ausgabe in deinem Leben manifestiert haben.

Du musst dich also bewusst dafür entscheiden und diese Entscheidung auch mit allen Konsequenzen umsetzen.

 

Reduziere deine Geldfresser nach einem festgelegten Plan

Natürlich kann, wie so oft im Leben, eine grundlegende Veränderung nicht von heute auf morgen stattfinden. Viele Vorhaben benötigen Zeit. Besonders wenn es sich wie hier um mehrere Geldfresser handelt.

Daher empfehle ich dir für den Anfang die drei wichtigsten Positionen auszuwählen und dir die Frage zu stellen: „Kannst du diese Kosten sofort einstellen und die damit verbundenen Konsequenzen (z. B. Verzicht auf Tabak) akzeptieren?“

Kannst du diese Kosten sofort einstellen und die damit verbundenen Konsequenzen (z. B. Verzicht auf Tabak) akzeptieren?

Wenn die Antwort: „Ja“ lautet, dann tu es. Sollte es von vornherein eine große Herausforderung sein, z. B. der vollständige Verzicht auf Restaurant-Besuche, dann gibt es noch die Möglichkeit, diese Posten nach einem festgelegten Plan zu reduzieren.

Dies kann bswp. für Restaurant-Besuche folgender Maßen aussehen:

  • 1. Monat Reduzierung der Ausgaben auf 50%
  • Im 2. Monat erfolgt dann eine weitere Minderung auf 30%

 

Auch diesen Plan solltest du dir schriftlich neben den jeweiligen Geldfresser notieren. Setze dieses Vorgehen für mindestens die ersten drei Positionen in deiner Liste um und fang sofort an!

 

Beispiele, um deine Geldfresser zu minimieren

Weiterhin kannst du dir auch andere Alternativen suchen, um deine Ausgaben zu reduzieren. Als kleine Hilfe, können dir vielleicht die folgenden Beispiele dienen:

  • Behalte deine Geldfresser-Liste im Kopf. Solltest du wieder in die Situation kommen und Geld für einer der aufgelisteten Position tätigen wollen, mache dir vorher bewusst, dass es sich hierbei um Geldfresser handelt. Schon das bewusste Erinnerung und Nachdenken wird dir hin und wieder einige Euros ersparen.

 

  • Bevor du das nächste Mal aus dem Haus gehst, setze dir bewusst ein Limit für deine heutigen Ausgaben und nimm auch nur diesen Geldbetrag mit!

 

  • Anstatt regelmäßig Pizza zu bestellen, kannst du diese lieber selbst backen. Das ist zum einen gesünder und zum anderen schont es dein Geldbeutel.

 

  • Muss es denn immer der Besuch in ein Restaurant oder in einer Bar sein? Deine Freunde freuen sich sicherlich auch, wenn du sie mal daheim zum Selbstkochen einlädst. Getränke und Essen können vom Supermarkt günstiger gekauft werden.

 

  • Überlege, ob du für jeden Weg dein Auto benötigst. Kurze Wege zu Fuß oder mit Fahrrad zurücklegen, hält dich fit und gesund.

 

  • Weite Reisestrecken können über Mitfahrportale deutlich erschwinglicher sein. Zumal sind Fahrten ziemlich langweilig. Nutze gleichzeitige Gemeinschaftsfahrten um neue Leute kennenzulernen. Wer weiß was du von ihnen lernen kannst

 

Das sind nur einige Punkte, die dir helfen deine Sichtweise zu ändern und unnötige Ausgaben zu sparen. Oft sind die Alternativen auch gesünder oder helfen dir fit zu bleiben.

 

Arbeite regelmäßig an der Reduzierung deiner Geldfresser

Erweitere nun die Liste nach deiner persönlichen Lebenssituation und du wirst sehen, wie sich deine Ausgaben systematisch reduzieren lassen.

Nach spätestens drei Monaten solltest du das Thema Geldfresser und deine aufgestellte Liste nochmals beleuchten. Konntest du dein Vorhaben umsetzen und die wichtigsten Posten reduzieren oder gänzlich vermeiden?

Stelle deine Liste neu auf und arbeite in den folgenden Monaten weiter konsequent an der Reduzierung weiterer Geldfresser. Du wirst staunen, wie effektiv du deine Sparrate mit diesem Vorgehen merklich erhöhen kannst.

 

Was hast du für Geldfresser und was nimmst du dir vor, diese zu minimieren?

 

King regards,

Christian


Weitere Tutorials findest du unter Step-by-Step-Tutorials hier auf Investkinx.


 

 


Titelfoto zum Blogbeitrag: Bob Bauer „ Burning Money!“ von flickr.com

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